Projekte

Afrikaprojekt Dr. Schales

Für den 76-jährigen Arzt Dr. Hans Schales ist helfen eine wesentliche Aufgabe: Lange Jahre war er Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Dudweiler Krankenhaus St. Josef. 2001 erfüllte er sich seinen Lebenstraum und ging als Mediziner nach Afrika.

Das Missionskrankenhaus „St. Luke’s“ in Simbabwe verfügt über 250 Betten, hat ein Einzugsgebiet mit 150.000 Einwohnern – und schon eine „saarländische Vorgeschichte“. Gegründet wurde es von der heute über 96-jährigen Saarländerin Hanna Davis-Ziegler aus dem Eppelborner Ortsteil Humes.

Das Ziel von Hans Schales ist die Ausbildung und Bindung einheimischer Ärzte und Fachkräfte an das St. Luke’s Hospital und die Hilfsprojekte.

Nähere Informationen/Quelle: Afrikaprojekt Dr. Schales

 

RTL-Spendenmarathon 2014: „Lichtblicke für Kinder in Sambia“

„Lichtblicke für Kinder in Afrika“ geht in die vierte Runde! Im Projektland Sambia helfen Lions, die schulische und gesundheitliche Versorgung von Kindern zu verbessern. Als vorbildliche SightFirst-Activity der Lions will „Lichtblicke für Kinder in Afrika“ von Blindheit bedrohten Kindern auf einem ganzen Kontinent ein besseres Leben, Bildung und Zukunft ermöglichen. Seit Anfang 2012 hilft „Lichtblicke“ unter anderem in Togo und Simbabwe.

Worum geht es in diesem Jahr? Im Projektland Sambia gibt es bislang nur wenige Möglichkeiten, Kinder mit Behinderung so zu fördern, wie sie es benötigen. Die Menschen brauchen sowohl fachmedizinische Versorgung als auch Rehabilitation und Bildungsangebote für Kinder mit Seh- und anderen Behinderungen. Genau dort setzt 2014 die Lions-Hilfe in Sambia an. Weite Teile des Landes werden in den kommenden Jahren von einer verbesserten augenmedizinischen und pädagogischen Infrastruktur für seh- und mehrfachbehinderte Kinder profitieren.

Das Projektland Sambia zählt zu den ärmsten Ländern der Erde mit einer hohen Kinder- und Säuglingssterblichkeit und einer sehr niedrigen Lebenserwartung. Während die makroökonomische Entwicklung in den letzten Jahren positiv verlief, ist bei der Armutsreduzierung noch kein Durchbruch zu verzeichnen. Sambia belegt nach dem Human Development Index 2012 der Vereinten Nationen Platz 164 von 187 Staaten. Der Anteil der Personen, die in Armut leben, beträgt rund 60 Prozent.
Den deutschen Lions ist die Arbeit in Sambia bereits wohlbekannt. 2002 konnte in der Hauptstadt Lusaka eine Augenklinik für Erwachsene mit über 30 Betten eröffnet werden. Auch Dr. Asiwome Seneadza ist vielen Lions ein Begriff. Unser Lions-Stipendiat ist inzwischen Leiter der Abteilung für Augenheilkunde in Sambias zweitgrößter Stadt Kitwe. Die Erweiterung des Kitwe Central Hospital um eine Kinderaugenabteilung, in der Dr. Seneadza tätig ist, haben die deutschen Lions mit Unterstützung des BMZ im Jahr 2011 gefördert. Rund 5,5 Millionen Menschen und besonders Kinder profitieren von dem erweiterten Angebot.

Doch es gibt noch viel zu tun in dem Land, das flächenmäßig doppelt so groß ist wie Deutschland. Einerseits sind weite Teile des Landes noch immer nicht mit kinderaugenmedizinischen Diensten versorgt, zum anderen sind im Anschluss an die medizinische Behandlung zumeist Rehabilitationsmaßnahmen notwendig. Zudem sind für diejenigen Kinder, deren Sehbehinderung nicht operativ behoben werden kann oder die kein volles Sehvermögen erlangen können, besondere Bildungsmöglichkeiten notwendig, um ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.

Mit Lions-Unterstützung soll daher ein Zentrum geschaffen werden, an dem Kinder untersucht werden können. Diese werden dann zum Teil an geeignete Rehabilitationseinrichtungen, Kliniken und Schulen überwiesen, zum Teil erhalten sie direkt in dem Zentrum Rehabilitationsmaßnahmen oder werden dort unterrichtet. Über 200 Kinder pro Jahr können hier über einen längeren Zeitraum betreut werden.

Folgende Einrichtungen sind geplant:
– Klassenzimmer für Kinder mit Seh- und Hörbehinderungen, Autismus und anderen Behinderungen
– Untersuchungseinrichtungen für Kinder mit Behinderungen aus armen Verhältnissen
– Beratungsräume zur Beratung der Familien und Überweisung an andere Einrichtungen
– Rehabilitations- und Behandlungsräume
– Hörsaal zur Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften
– Technische und Verwaltungsräume

Zusätzlich sollen mehrere bestehende Augenkliniken im Osten des Landes so erweitert werden, dass sie künftig einen Großteil der augenmedizinischen Untersuchungen und einen Teil der Behandlungen vornehmen können. Damit müssten dann nur noch die komplizierten Fälle nach Lusaka oder Kitwe überwiesen werden. Dies ist besonders wichtig für die ärmere Landbevölkerung, die sich den Aufwand einer Anreise in ein weit entferntes Krankenhaus bei hohen Reisekosten und Verdienstausfällen auf dem Feld nicht leisten kann.

Die Finanzierung wird mit Hilfe Ihrer Spenden und der Verdoppelung dieser Mittel bis zu 500.000 Euro durch Teilnahme am RTL-Spendenmarathon möglich. Am zweiten Standort werden die bereitgestellten Mittel vom Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) mit bis zu 75 Prozent bezuschusst. Die benötigten Eigenmittel von 500.000 Euro können so verdreifacht werden und mit insgesamt 1,5 Millionen Euro „Lichtblicke“ geschaffen werden!

Nähere Informationen/Quelle: Spendenmarathon